Rodeo Radio!

Radio TAWB spielt wieder!

Nach einem Hiatus von gut fünf Monaten gibt es heute mal wieder etwas Neues.

Beziehungweise ein Review von Altem, das nichtsdestotrotz für Leute, die eine ähnliche Gesinnung wie ich haben, interessant sein könnte

Das heutige Thema ist, da ich gerade wieder in so einer Phase bin, Comics!

Und ich rede hier nicht von dem Scheiss, den jeder kennt, wie Superman, Batman, Spiderman und allen möglichen X-Personen, sondern von Kram, der vielleicht ein bisschen obskurer ist, aber meiner Meinung nach (und das ist hier die einzige, die zählt, schließlich schreibe ich das ja) mindestens eine Bazillion mal lesenswerter ist als der immer wieder durchgekaute Superheldenkram, der in ‚zig Crossovers und Alternativweltstories aufgeweicht wird.

Versteht mich nicht falsch, ich mag den durchschnittlichen Superheldencomic durchaus (auch wenn diese Leute ihre Unterwäsche über ihren Klamotten tragen), aber diese Marktdominanz von Marvel und DC ist z.T. arg geduldstrapazierend.

Warum? Weil ich abgeschlossene Geschichten liebe. X-Men und wie sie alle heißen sind per definition nicht abgeschlossen, weil sie seit ewig Gelddruckmaschinen sind. Solche Geschichten kann man nicht endgueltig abschließen.

Das andere Problem ist das Crossoverproblem, das in den 90ern ein Teil des Grundes der Comicindustriekrise war und aus unerfindlichen Gründen gerade wiederholt wird. Wenn ich eine Serie lese, will ich diese Serie lesen und nicht gezwungen sein drei bis vier Bände einer anderen Serie zu kaufen, in der ich dann ein bisschen orientierungslos dastehe, weil ich die Vorgeschichte der anderen Serie nicht kenne.

Für mich also einige Qualitätsmerkmale guter Comics:

1.) Abgeschlossene Geschichte

2.) keine Crossover. Spinoffs sind ok, genau wie Cameo-Auftritte, aber ich hasse Crossover.

Die sind natürlich nicht ausschließlich, aber wenn eines oder beide dieser Merkmale erfüllt sind, ist es ein Band, den ich kaufen würde.

Ich werde also an dieser Stelle ein paar Comics, die mich besonders beeinflusst haben, vorstellen, in mehreren Artikeln. Dabei werde ich mit bekannteren Comics beginnen, um meine Leser (falls ich solche noch haben sollte) nicht durch völlig unzugängliche Empfehlungen vor den Kopf zu stoßen

Also, without further ado, zur heutigen Empfehlung, die auch relativ kurz sein wird, aufgrund der Aktualität der Geschichte.

Watchmen

Ein illustrierter Roman (in Zukunft: Graphic Novel, der deutsche Ausdruck gefällt mir nicht), der vor mittlerweile fast 23 Jahren zum ersten Mal erschienen ist, Autor und Texter der unvergleichliche Alan Moore (der aussieht wie ein psychotischer Weihnachtsmann und ein ähnliches Temperament zu haben scheint), Zeichnungen von Dave Gibbons.

Das Ding ist gerade verfilmt, und auch wenn die Geister sich scheiden, ich bin der Überzeugung, dass die Verfilmung genial gelungen ist, wenn auch abweichend und natürlich verkürzt im Vergleich zum zwölfbändigen Original.

Der Bekanntheitsgrad ist also groß, aber ich musste kürzlich feststellen, dass so gut wie niemand in meinem Bekanntenkreis vorher davon gehört hatte. Ich persönlich kann mich dran erinnern, mit knapp 10 Jahren in Düsseldorf in nem Comicladen vor dem großen smileybewehrten ersten (oder Sammel-, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern) Band gestanden habe und verwirrt war, dass es das nur auf englisch gibt. Zum ersten Mal gelesen habe ich den Wälzer dann auch erst 2001 und war sofort begeistert.

Düster, zynisch, genau mein Geschmack.

Zum Inhalt und dergleichen werde ich hier nichts sagen, sollte auf dem obenstehenden Link oder vom Kinofilm her hinreichend bekannt sein.

Gute Nacht und schalten Sie morgen (oder wann immer ich mal wieder Lust habe, meine Ansichten zu Comics auszuschreiben) wieder ein, wenn es heißt: Sandman

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