In Search of Souls

Wäre das hier ein Tagebuch, würde hier eine vergleichsweise emotionale Erklärung meines derzeitigen Geisteszustandes stehen. Stattdessen schreibe ich über etwas Anderes, denn das geht niemanden außer mir etwas an ;)

Schreibblockaden sind fürchterlich. Ich habe genaue Vorstellungen und sogar Stichworte, aber irgendwie will sich das ganze nicht in Sätze fassen lassen. Die offensichtliche Lösung ist: The Books of Magic lesen und den Rest des Tages lauten Metal hören, der mittels eines Sennheiser Produkt angemessener Preiskategorie direkt in meine Ohren gepumpt wird. Habe ich laut erwähnt?

Außerdem kann ich Planet Karen empfehlen. Das ist ein Tagebuch (in grafischer Form) und trotzdem lesenswert.

Ansonsten gibt es nichts nennenswertes.

Radio TAWB out.

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What shall we do with a drunken Sailor?

Nachdem wir gerade eben gemütlich eine gute Flasche Wein geleert hatten, habe ich über die Natur des Besäufnisses nachgedacht. Nicht über diese chemischen Vorgänge im Körper, dass Alkohol nicht erst verdaut werden muss um in den Blutkreislauf zu gelangen und dergleichen: Nein, ich habe nachgedacht, warum ich mir eigentlich überhaupt Alkohol in welcher Form auch immer zuführe.

Die Antwort hat etwas gebraucht und noch länger hat es gedauert, bis sie halbwegs formuliert war (indessen bin ich wieder mehr oder minder nüchtern, damn).

Angefangen zu trinken habe ich, wie die meisten Menschen, während meiner Jugendzeit. Mit 14 Jahren das erste Mal so richtig. Das ist nun, wie ich erschreckt feststellen muss, fast die Hälfte meines Lebens her.

Damals tranken wir, um erwachsener zu wirken. Je mehr man trinken konnte, desto ‚reifer‘ war man. Damals trank man auch ohne Grenzen (obwohl ich zu den glücklichen Menschen gehöre, die ihre Grenzen früh erkennen, obgleich ich sie ab und zu gern bewusst überschreite), so dass man nach dem Alkoholgenuss mehr oder minder sturzbetrunken war. Sehr erwachsen also.

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, eine angenehme Trunkenheit vorzuziehen. So zu dritt eine Flasche Wein trinken, vielleicht noch eine zweite und dieses Ziel ist erreicht.

Gelegentlich jedoch sticht der Hafer, und man fühlt sich, wie in Jugendzeiten, zu einem rituellen Besäufnis animiert. Dann lässt man alle Zügel fahren und gibt sich ganz der Maßlosigkeit hin und am Ende hat man Kopfschmerzen und Schwindel ;)

Warum ist das nun so? Tatsächlich will ich mich in solchen Momenten an die goldenen Jugendzeiten erinnern und wiederhole das damalige ‚erwachsene‘ Verhalten. Aber eigentlich bin ich doch schon erwachsen, und ziehe mittlerweile ganz anderes vor? Offenbar ist die Erinnerung an die Jugend eine stärkere Antriebskraft. Klingt komisch, ist aber so.

On a completely unrelated note: Mikrowellenpopcorn ist toll.

You’re not a good Person.

Wenn ich solche Szenen in der U-Bahn sehe, frage ich mich, was ekelhafter ist:

Der völlig Betrunkene, der sich die Hosen vollgepisst hat und weitersaufend durch den Waggon zieht,

oder

die drei verwöhnten, hochgestylten Mittzwanziger und Konsumopfer, die mit ihren tollen Fotohandies das Elend dieses Menschen aufzeichnen und dabei lachen?

Populär

Heute möchte ich einen Artikel von Stephen Baxter vorstellen, der zu meinem Erstaunen tatsächlich mal für Games Workshop geschrieben hat. Einer meiner Lieblingsautoren was Hard-SF angeht und ich wusste das nicht einmal.

In dem besagten Artikel, erschienen in Ausgabe 229 des Vector Magazine, beschreibt Baxter seine Erfahrungen mit Games Workshop und wie sie sich im Laufe der Jahre verändert haben.
Besonders die Namen der Autoren haben mich teilweise stark überrascht und wie viele wissen heute noch, dass Steve Jackson und Ian Livingstone zu den Gründern von Games Workshop gehört haben?

Let the good Times roll

Silent Pat hat im Ulisses Forum den Termin für die diesjährige RatCon bekanntgegeben:

Vom 22. bis 24. August findet die ehemalige FanPro Haus-Convention wie gewohnt im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund statt. Aktuell noch ohne offizielle Webseite, daher hier eine Anfahrtsbeschreibung.

Außerdem hat sich Adam Jury auf meine eMails gemeldet, so dass es hier bald was zum Thema Arsenal-Bilder zu lesen geben wird.

Not the nicest Guy

Offenbar hat sich Catalyst Game Labs (achje, schon wieder SR4 ;) einen größeren Fauxpas geleistet.
Beim Nachlesen in meinem Exemplar kann ich das tatsächlich auch bestätigen: Es wurde vergessen (?), die Urheber vieler Waffenbilder aus dem alten Arsenal 2060, die nun im SR4 Arsenal erneut veröffentlicht wurden, im Impressum zu erwähnen.

Klingt erstmal harmlos und vielleicht mit freundlicher Nachfrage zu beheben, aber da zweifelhaft ist, ob diese Bilder (die zur Nutzung im Arsenal 2060 zwar freigegeben waren, aber nach meinen Informationen nicht zur Weiterverwertung ohne Zustimmung der Zeichner) zur Lizenzmasse von SR gehören, könnte das ganze tatsächlich eine grobe Copyrightverletzung sein.

Unangenehm und unhöflich, denn tatsächlich gehört es zum Job, so etwas zu prüfen.
Natürlich können meine Informationen falsch sein, also bitte mit einer Portion Salz nehmen ;)

Andere Darstellung mit ähnlichem Inhalt gibt es hier zu finden