Nachtrag:
Zu den beiden vorherigen Artikeln fehlt ein wesentlicher Bestandteil: Passende Musik.
Zu Watchmen passt: Judas Priest, Depeche Mode, generell 80er. Oder probiert doch mal den Soundtrack.
Zu Sandman: Tori Amos und Devil Doll. Am besten abwechselnd.
Sweet Dreams
Wie bei meiner bisherigen Updatefrequenz zu erwarten, hat es natürlich länger gedauert als nur einen Tag, bis ich mich mal wieder habe aufraffen können, mein Vorhaben umzusetzen.
Heute:
Erschienen bei Vertigo, 10 (Sammel-) Bände, Neil Gaiman (der meiner Ansicht nach einer der größten modernen Autoren überhaupt ist).
Wie man meinem Ausbruch innerhalb der Klammer entnehmen kann, sehe ich den Autor schon als hinreichenden Grund an, alle Sandman Comics zu lesen. Aber es gibt noch mehr Gründe.
In meiner Skala sind beide Punkte erfüllt: Keine Endlosserie. Keine Crossoverscheiße.
Hauptsächlich aber hat Sandman eine bestechende Story, die mit fortschreitender Bandanzahl erwachsener wird und Tie-Ins von so viel mythologischer Fülle, dass mir das Herz schlicht übergehen will.
Andere Gründe, warum man es mögen könnte: Urban Fantasy Thematik, wie auch beispielsweise in Neverwhere
Buy it. Love it. Give it to your children (once they’ve grown up enough).
Peace out. Yo.
Bald: Strangers in Paradise
Rodeo Radio!
Radio TAWB spielt wieder!
Nach einem Hiatus von gut fünf Monaten gibt es heute mal wieder etwas Neues.
Beziehungweise ein Review von Altem, das nichtsdestotrotz für Leute, die eine ähnliche Gesinnung wie ich haben, interessant sein könnte
Das heutige Thema ist, da ich gerade wieder in so einer Phase bin, Comics!
Und ich rede hier nicht von dem Scheiss, den jeder kennt, wie Superman, Batman, Spiderman und allen möglichen X-Personen, sondern von Kram, der vielleicht ein bisschen obskurer ist, aber meiner Meinung nach (und das ist hier die einzige, die zählt, schließlich schreibe ich das ja) mindestens eine Bazillion mal lesenswerter ist als der immer wieder durchgekaute Superheldenkram, der in ‘zig Crossovers und Alternativweltstories aufgeweicht wird.
Versteht mich nicht falsch, ich mag den durchschnittlichen Superheldencomic durchaus (auch wenn diese Leute ihre Unterwäsche über ihren Klamotten tragen), aber diese Marktdominanz von Marvel und DC ist z.T. arg geduldstrapazierend.
Warum? Weil ich abgeschlossene Geschichten liebe. X-Men und wie sie alle heißen sind per definition nicht abgeschlossen, weil sie seit ewig Gelddruckmaschinen sind. Solche Geschichten kann man nicht endgueltig abschließen.
Das andere Problem ist das Crossoverproblem, das in den 90ern ein Teil des Grundes der Comicindustriekrise war und aus unerfindlichen Gründen gerade wiederholt wird. Wenn ich eine Serie lese, will ich diese Serie lesen und nicht gezwungen sein drei bis vier Bände einer anderen Serie zu kaufen, in der ich dann ein bisschen orientierungslos dastehe, weil ich die Vorgeschichte der anderen Serie nicht kenne.
Für mich also einige Qualitätsmerkmale guter Comics:
1.) Abgeschlossene Geschichte
2.) keine Crossover. Spinoffs sind ok, genau wie Cameo-Auftritte, aber ich hasse Crossover.
Die sind natürlich nicht ausschließlich, aber wenn eines oder beide dieser Merkmale erfüllt sind, ist es ein Band, den ich kaufen würde.
Ich werde also an dieser Stelle ein paar Comics, die mich besonders beeinflusst haben, vorstellen, in mehreren Artikeln. Dabei werde ich mit bekannteren Comics beginnen, um meine Leser (falls ich solche noch haben sollte) nicht durch völlig unzugängliche Empfehlungen vor den Kopf zu stoßen
Also, without further ado, zur heutigen Empfehlung, die auch relativ kurz sein wird, aufgrund der Aktualität der Geschichte.
Ein illustrierter Roman (in Zukunft: Graphic Novel, der deutsche Ausdruck gefällt mir nicht), der vor mittlerweile fast 23 Jahren zum ersten Mal erschienen ist, Autor und Texter der unvergleichliche Alan Moore (der aussieht wie ein psychotischer Weihnachtsmann und ein ähnliches Temperament zu haben scheint), Zeichnungen von Dave Gibbons.
Das Ding ist gerade verfilmt, und auch wenn die Geister sich scheiden, ich bin der Überzeugung, dass die Verfilmung genial gelungen ist, wenn auch abweichend und natürlich verkürzt im Vergleich zum zwölfbändigen Original.
Der Bekanntheitsgrad ist also groß, aber ich musste kürzlich feststellen, dass so gut wie niemand in meinem Bekanntenkreis vorher davon gehört hatte. Ich persönlich kann mich dran erinnern, mit knapp 10 Jahren in Düsseldorf in nem Comicladen vor dem großen smileybewehrten ersten (oder Sammel-, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern) Band gestanden habe und verwirrt war, dass es das nur auf englisch gibt. Zum ersten Mal gelesen habe ich den Wälzer dann auch erst 2001 und war sofort begeistert.
Düster, zynisch, genau mein Geschmack.
Zum Inhalt und dergleichen werde ich hier nichts sagen, sollte auf dem obenstehenden Link oder vom Kinofilm her hinreichend bekannt sein.
Gute Nacht und schalten Sie morgen (oder wann immer ich mal wieder Lust habe, meine Ansichten zu Comics auszuschreiben) wieder ein, wenn es heißt: Sandman
Alltäglicher Wahnsinn (Teil 2?)
Eigentlich ist es Teil 1. Aber jemand hat meinen Titel vor etwa 5h gestohlen.
Sei dem, wie es ist, zum Thema:
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ist Hundescheiße nicht biologisch abbaubar?
Damit möchte ich keineswegs Hundescheiße auf Gehwegen propagieren, aber das ist offenbar leider nicht vermeidbar, wenn man in einer Großstadt lebt.
Manche Menschen sind einfach nicht in der Lage, ihren Fiffy so zu erziehen, dass er an Stellen kackt, wo es niemanden stört. So Dinger wo Bäume rausgucken in Großstädten, die mit Erde gefüllt sind, zum Beispiel.
Retrospektiv ist das eine ganz schön abenteuerliche Satzkonstruktion. Weder Bäume noch Großstädte sind mit Erde gefüllt, sondern die Dinger, wo die Bäume rausgucken.
Schlimmer finde ich jedoch – und das ist eigentlich das, worauf ich auf Umwegen ankommen wollte – dass manche Menschen der Meinung sind, dass es sinnvoll ist, die Hundescheiße zu verpacken. In kleine blaue Plastiktüten, um genau zu sein. Welche danach verknotet werden. Ist das nicht sauber und hygienisch und gut entfernbar? Die Antwort ist differenziert: Ja, wenn man danach die Kacktüte wegräumt. Zum Beispiel in bereitstehende Mülleimerfilialen.
NICHT JEDOCH IST ES SINNVOLL, DIESE KACKTÜTEN SAMT INHALT AUF DER STRAßE LIEGEN ZU LASSEN!
Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.
Nicht nur, dass nun eine mit Kacke gefüllte blaue Tüte auf dem Gehweg oder in den oben angesprochenen Baum-Flecken liegt, nein, sie ist auch nicht mehr biologisch abbaubar.
I continue to be baffled by man’s stupidity.
Invoking rule #22
Ja, ich weiss. Es ist eine Weile her.
However, es wird auch noch eine Weile dauern.
In der Zwischenzeit: Die Regeln des Internets (Click für volle Größe, aber Achtung: Hirnschmelze. Sagt nicht, ich hätte nicht gewarnt).
Go for it!
Da ich noch immer in meiner kreativen Verzögerung stecke, was Megalopolis angeht, aber gern mal neue Inhalte hier hochstelle, gibt es heute eine etwas ältere, sprachlich leicht überarbeitete Geschichte aus dem Galactic Tales Universum, erstellt kurz nachdem ich das Spiel an den Nagel gehängt habe.
Nicht im eigentlichen Sinne Fanfiction, da ich immerhin mitgeholfen habe, das Universum mit Leben zu bevölkern, aber auch nicht so nah an dem Spiel, dass es ausschließlich dort anzusiedeln wäre.
In diesem Sinne: Go for it!
Little green Men
Auja. Ich bin in meinem Blogsurfer heute über einen Artikel von Phrixus gestolpert und habe mich auch entschlossen, den Nerdtest v2.0 zu machen ^^
The rare oul’ Times
… oder: 7 Gründe, warum Kino nicht mehr so toll ist, wie es mal war.
Diesen Monat habe ich seit langer Zeit mal wieder ein Kino besucht, um Iron Man und Indiana Jones zu schauen. Dabei ist mir traurigerweise nicht das tolle Erlebnis im Gedächtnis geblieben, sondern vielmehr die Idee zu diesem Artikel gekommen.
Im Großen und Ganzen sind das nicht ausschließlich Gründe, warum das Kino früher besser war, sondern auch Einblicke in meine geänderten Ansprüche.
1.) Der Preis. Als ich zwischen 12 und 16 war, konnte ich es mir von meinem mageren (oder großzügigen, je nach Standpunkt) Taschengeld leisten, etwa einmal die Woche ins Kino zu gehen. Drei Mark am Kinotag, verglichen mit fünf bis sieben Euro heutzutage. Dass ein Beutel Popcorn auch gut das drei- bis vierfache kostet als noch in 1997, sei mal außen vor gelassen. Immerhin darf ich mir heute im Kino Bier kaufen ;)
2.) Als Belohnung dafür, dass ich sieben bis acht Euro ausgebe (plus eventuellen Überlängenzuschlag von unverschämten 1,50 Euro) werde ich mit GEZ- und Antifilmpiraterie-“Werbung“ belohnt. Denn alle Kinogänger sind mögliche Filmpiraten auf den sieben Weltmeeren des Internets.
In dem Sinne: Ein dickes FUCK YOU an die Filmindustrie. Ich will nicht ins Kino gehen, damit ihr mir ein schlechtes Gewissen andichten könnt.
3.) Im Heimkino sind keine Leute. Zugegeben, das Publikum war nicht besonders störend, aber zuhause ist alles irgendwie entspannter. Und niemand schaut mich doof an, wenn ich in Jogginghose da sitze ;)
4.) Der Sound. Eine riesige Leinwand und eine gigantische Dolby-Hassenichjesehen-Soundanlage sind zwar wunderbar, aber wenn die Lautstärke derartig aufgedreht ist, dass mir das Trommelfell schon bei dem THX Testbild platzt, habe ich auch nichts davon.
5.) Eine DVD kann ich jederzeit unterbrechen, um auf’s Klo zu gehen, mir einen Snack zu holen oder schlicht, weil ich eine Pause brauche. Klingt banal, ist es aber nicht. Ich bin gern Herr meiner eigenen Zeit und habe es regelmäßig nötig, einen Film zu unterbrechen, weil meine Aufmerksamkeit schlicht überfordert ist. Das ist natürlich keine Kritik, die ich dem Kino an sich ankreiden kann, aber durchaus eine Reflexion geänderter Maßstäbe.
6.) Werbung. Ich warte noch auf den Tag, an dem der Hauptfilm unterbrochen wird, um Werbeeinblendungen wie im TV zu ermöglichen. Ich für meinen Teil bin seit 2001 ohne Fernseher und glücklich damit. Der Punkt an dem ich diese Entscheidung getroffen habe kam, als mir auffiel, wie abgrundtief dämlich der Großteil der deutschen Werbespots ist. Fiel mir auch am Freitag wieder auf, als ein pseudobayrischer Prolet mich anbrüllte wie toll KloMobil oder so ähnlich als Handyanbieter sei. Die Anzahl der durchaus interessanten Trailer nimmt natürlich im gleichen Maße ab, wie die Menge der Idiotenwerbung zunimmt. Nein, ich gehe nicht ins Kino, um mir ein Auto zu kaufen :P
7.) Das Feeling für’s Besondere. Klingt komisch, ist auch schwer in Worte zu fassen. Früher war es mir möglich, nach der Schule ein paar Freunde zu fragen, ob wir nicht in die 15.00h oder 17.30h Vorstellung im Kino auf dem Schulweg gehen und es war jedesmal eine Freude, dieses komische nostalgische Glitzern, das man immer nur in der Retrospektive sieht. Heute muss ich am besten zwei Wochen vorher mit den Freunden alles abklären, weil wir alle Termine haben, Plätze reservieren, mich ärgern, dass meine reservierten Plätze irgendwo anders sind als ich sie reserviert habe, etc. pp.
Das ist eine Änderung, die nicht direkt vom Kino herrührt, aber durchaus mit den Preisen zu tun hat.
Dadurch, dass es eben so teuer ist, dass jeder Kinobesuch etwas ganz besonderes sein soll, fällt einfach die unverfälschte Freude weg, die man hat, wenn man ganz, ohne sich Gedanken zu machen, irgendwohin gehen kann.
The final Countdown
Wie Catalyst Game Labs heute verlauten liess, haben sie den Lizenzvertrag für Shadowrun und Classic BattleTech mit Wizkids um zwei weitere Jahre verlängert.
Besonders zu erwähnen sei hier der Satz: „We can get foreign editions of our games into the international marketplace in countries such as Germany, Japan, and France. These folks have been chomping at the bit to work with us, and now we can let them get to it!“
Das bedeutet, mehr als ein Jahr nachdem Fanpro die Arbeit in Sachen SR niedergelegt hat, (27. April 2007), bestehen nun endlich reale Chancen darauf, dass wieder deutsche Produkte erscheinen.
Ausgehend von den bereits geführten Verhandlungen im Verlaufe des letzten Jahres werden diese voraussichtlich bei Pegasus erscheinen.
Es stehen noch die Übersetzungen der beiden Corebooks Augmentation und Arsenal (Artikel) sowie des Quellenbuches Corporate Enclaves (Artikel) und des Kampagnenbandes Emergence aus.
Ich bin der letzte, der sagen würde, dass SR in Deutschland tot ist, aber der lange Zeitraum zwischen den Produkten hat dem Schiff definitiv eine Schlagseite beschert. Mal schauen, was der neue Publisher daraus macht.
The Ecstasy of Gold
Als ich diesen Artikel las, kam mir sofort Making Money, bzw. zu Deutsch Schöne Scheine in den Sinn.
Tatsächlich gibt es keinen Grund, wenn man von den Schwarzsehern, die den Euro schon jetzt als gescheitert bezeichnen, absieht, das hässliche Weichmetall, bzw den größten Teil davon nicht loszuwerden.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wirtschaftliche und politische Themen hier nicht zu behandeln, aber ich sehe das ganze Ding hier auch als eine Art Experiment mit Bildungsauftrag, ergo habe ich beschlossen, dass mehr Menschen davon wissen sollten, dass Gold nicht mehr die Grundlage unserer Währung ist, sondern nur noch in tiefen Kellern ohne Zinsen vor sich hin vergammelt. Verzeihung, Gold korrodiert ja nur schwer.
Nichtsdestotrotz wäre all dieses Gold als Werkstoff wesentlich nützlicher, zusätzlich zu den Zinsen, die sich von dem gewonnenen Bargeld ableiten würden. An dieser Stelle sei auch das weiter oben verlinkte Buch empfohlen, als leichte, humorvolle Literatur, die sich mit diesem Thema beschäftigt.



